MOTOKO DOBASHI


Dobashis Arbeiten thematisieren das Verhältnis des modernen westlich geprägten Menschen zur Natur, das im Surrogat die Kompensation für einen erlittenen Verlust sucht. Es sind artifizielle Natur-Refugien mit technoidem Charme, die hier den Betrachter in den Bann ziehen. Was sie jedoch so einzigartig macht, ist die gleichermaßen subtile wie harmonische Zusammenführung von europäischer Kunst mit dem eigenen kulturellen japanischen Hintergrund: Motoko Dobashi schöpft dabei aus dem visuellen Fundus der kürzelhaften, graphischen Bildsprache japanischer Mangas und den virtuellen Welten der Computer-Spiele.

Die fließende Linienführung sowie die Multiperspektivität verweist aber zugleich auch auf das Erbe des traditionellen japanischen Farbholzschnitts. Spürbar ist ebenfalls immer wieder die Auseinandersetzung mit der Formenwelt altdeutscher Meister wie Albrecht Dürer oder Albrecht Altdorfer. Wolkige Farbflächen und gestischer Duktus treffen auf graphische Linienführung und logoartigen Konstrukte, die deutlich inspiriert sind von der Ästhetik der Medien.
(Auszug aus dem Katalog vom Förderpreis der Landeshauptstadt München 2009 – Patricia Drück)

Cave I – VIII | 2011


61 x 90 cm | Lithografien gedruckt auf BFK Rives 270g | Auflage 15
Preis: 550 EUR

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